Jahresbericht Sektion Luzern 09
Die Sektion Luzern schaut auf ein bewegtes Jahr 2009 zurück.
Ein wichtiges Thema in diesem Jahr war für die Sektion Luzern die „Integrierte Schulung von Kindern und Jugendlichen mit einer schweren Sprachbehinderung“. In Diskussionen mit der Dienststelle Volksschulbildung (DVS) haben wir uns für gute Rahmenbedingungen eingesetzt. Am Hearing vom 3. September 09 hat die AG der DVS ihre Arbeit vorgestellt und die Meinung verschiedener Fachpersonen in Workshops eingeholt. Wir sind auf den Start der Pilotprojekte gespannt und werden deren Umsetzung aus berufspolitischer Sicht im Auge behalten.
Ebenfalls wichtig war uns die Sensibilisierung für die Unterscheidung von Sprachförderung und Sprachtherapie. An DVS-Sitzungen haben wir darüber informiert und das Positionspapier des DLV weitergereicht. Auch an die Schulleitungen, schulpsychologischen Dienste und kommunalen Schuldienste wurden diese Informationsblätter verteilt. Weiter beschäftigten uns die Themen veränderte Rahmenbedingungen für privattätige Logopädinnen und Logopäden sowie Logopädie im Frühbereich. Als Ergebnis der Arbeit der AG NFA hat die DVS im März 09 ein Merkblatt für Schulverwaltungen herausgegeben. Darin ist umschrieben, was zu berücksichtigen ist, wenn eine Gemeinde logopädische Therapien auslagern und durch Privattätige erbringen lassen will. Im Dezember 09 wurde in der DVS-Sitzung darüber informiert, dass der Heilpädagogische Früherziehungsdienst des Kantons Luzern (HFD) ab 2010 neu auch Logopädie für Vorschulkinder anbieten wird, jedoch ausschliesslich für Kinder, die bereits durch den HFD betreut werden. In der Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalverbände (ALP) waren Besoldungsforderungen, Teuerungsausgleich und die Sanierung der Luzerner Pensionskasse viel diskutierte Themen.
Zentralstes Thema im Jahr 2009 war die Strukturreform des VIL mit ihren Folgen für die Sektion Luzern. Das neue Organisationsmodell für den VIL motivierte uns, die Sektion Luzern mit ihren Aufgaben und ihrem Angebot zu überdenken. Wir haben die Bedürfnisse unserer Mitglieder an der Sektionsversammlung im Mai erfragt und evaluiert und in einigen Sitzungen mit Thomas Bornhauser die Sektionsstrukturen überarbeitet. Das Vereinsjahr wurde entrümpelt und gestrafft. Neu starten wir mit einem Jahrestreffen – ehemals GV – ins Jahr. Weitere Anlässe(Sektionsversammlungen, Foren) werden nur noch nach Bedarf stattfinden. Informationen werden vermehrt per Mail an die Mitglieder gelangen und der Vorstand Sektion Luzern heisst neu Sektionsleitung Luzern. Die Aufgaben der einzelnen SektionsleiterInnen sind nun klarer definiert und die Verantwortungen besser verteilt. Wir denken, dass die Aufgaben so gut bewältigt werden können.
Trotz intensiver Suche konnten wir für die Sektionsleitung bis Ende 2009 noch keine neuen Vertreterinnen finden. Wir schliessen den Rückblick auf das vergangene Jahr mit sehr gemischten Gefühlen ab, geben die Hoffnung auf ein Weiterleben der Sektion Luzern jedoch nicht auf.
Am Jahrestreffen der Sektion Luzern vom 20. Januar 2010 gab es einen ersten Hoffnungsschimmer, nachdem sich doch noch zwei Kolleginnen für die Arbeit in der Sektionsleitung motivieren liessen. Auch scheint die Vertretung in der ALP für dieses Jahr gesichert. Aus Mangel einer dritten Person in der Sektionsleitung wird die Arbeit vermutlich jedoch auf ein Minimum zurückgefahren.
Kathrin Vonwil